Folge 4 Urlaub ist Vereinbarungssache
Liebe Klient:innen, Netzwerkpartner:innen und Freund:innen!
Urlaub – für viele das Highlight des Jahres, für manche Arbeitgeber:innen aber noch immer ein Reizthema. Dabei ist klar: Urlaub ist Vereinbarungssache – keine Gnade.
Unser heutiger Tipp der Woche lautet daher:
Suchen Sie auf Augenhöhe eine faire Lösung, wenn es um Urlaubsvereinbarungen geht.
Praxisbeispiel:
Markus hatte vor vielen Jahren seinen ersten Job in einer Rechtsanwaltskanzlei. Kurz nach Arbeitsbeginn fragte er seinen Chef, ob er für ein geplantes Wochenende in Rom einen Tag frei bekommen könne. Der Chef war irritiert – und beendete das Dienstverhältnis noch im Probemonat.
„Damals war ich zutiefst enttäuscht“, erzählt Markus. „Heute bin ich froh darüber – dort wäre ich ohnehin nicht glücklich geworden. Aber seither bin ich beim Thema Urlaub besonders sensibel.“
Markus Seper kennt diese Situation aus eigener Erfahrung:
„Bei einem meiner früheren Dienstgeber wusste am ersten Tag niemand, dass ich beginne. Es war ein holpriger Start. Jahre später erlebte ich es ganz anders – da hat mich die Sekretärin herzlich empfangen, obwohl der Chef krank war. Der Unterschied war enorm: Ich fühlte mich sofort willkommen.“
4,33 Erfolgsfaktoren für Urlaubsvereinbarungen:
- 1. Urlaub ist gesetzlich geregelt
Laut § 4 Urlaubsgesetz ist der Urlaubszeitpunkt zwischen Arbeitgeber:in und Arbeitnehmer:in unter Rücksichtnahme auf betriebliche Erfordernisse und die Erholungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer:innen zu vereinbaren.
➜ Urlaub ist also keine einseitige Entscheidung, sondern eine Vereinbarung.
- 2. Transparente Kommunikation im Bewerbungsprozess
Bereits gebuchte Urlaube sollten spätestens bei der Vertragsunterzeichnung besprochen werden – besonders bei Dienstantritten kurz vor dem Sommer. - 3. Respektvoller Umgangston
Urlaubsanträge sind keine „Bittgesuche“. Daher empfehlen wir, das Formular von „Urlaubsantrag“ in „Urlaubsvereinbarung“ umzubenennen – für ein wertschätzendes Miteinander auf Augenhöhe. - 4. Organisation im Team
Natürlich muss auf Vertretung und Resturlaub geachtet werden – vor allem in kleinen Teams. Wichtig ist, gemeinsam Lösungen zu finden, damit der Betrieb läuft und die Erholung nicht zu kurz kommt. - 4,33. Digitale Unterstützung nutzen Viele HR-Tools und Zeiterfassungssysteme ermöglichen heute eine einfache, transparente Urlaubsverwaltung – inklusive digitaler Genehmigung und Vertretungsregelung.
Fazit:
Urlaub ist ein zentrales Element gesunder Arbeitskultur. Wer Urlaubsvereinbarungen fair und offen gestaltet, stärkt Vertrauen, Motivation und Loyalität im Team.
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