Neue „Karfreitagsregelung“ – was bedeutet „persönlicher Feiertag“?

Die neue Karfreitagsregelung in Österreich

Die bisherige Bestimmung, dass der Karfreitag als Feiertag für Angehörige der Evangelischen Kirche (A.B. und H.B.), der Altkatholischen Kirche und der Methodistenkirche gilt, ist aufgehoben.

 

An seine Stelle tritt die Regelung des „persönlichen Feiertags“: jeder Arbeitnehmer kann einen Tag pro (Arbeits-)Jahr seines Urlaubsanspruchs als persönlichen Feiertag einseitig definieren.

Voraussetzung: der Arbeitnehmer meldet diesen Tag drei Monate im Voraus an.

Ausnahme: In den ersten drei Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes sind es nicht drei Monate, sondern zwei Wochen. Um den Karfreitag (19.04.2019) als persönlichen Feiertag zu bestimmen, muss dieser spätestens am 05.04.2019 gemeldet werden.

Der Arbeitgeber hat kein Mitsprache- oder Einspruchsrecht, er kann den Arbeitnehmer ersuchen, einen anderen Tag zu wählen oder den bekannt gegebenen Urlaubstag nicht anzutreten. Eine Ablehnung ist nicht möglich, unabhängig davon, welche Gründe vorgebracht werden.

Kommt der Arbeitnehmer dem Ersuchen des Arbeitgebers nach und tritt am bekannt gegebenen persönlichen Feiertag den Urlaub nicht an,

  1. gilt der Tag nicht als Urlaubstag, die Anzahl der offenen Urlaubstage bleibt unverändert,
  2. kann der Arbeitnehmer keinen neuen „persönlicher Feiertag“wählen,
  3. ist für diesen Tag das doppelte Entgelt zu zahlen.

 

Bei Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

 

Mag. Irene Kmen

 

(Bild: pixabay.com) 

Dr. iur. Markus Seper

Jurist, Personal- und Unternehmensberater,
Dipl. Personalverrechner

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